Wann sind Flüge am günstigsten?
Die Flugbuchung gehört oft zu den teuersten Teilen einer Reise. Gerade bei Fernzielen steigen die Preise schnell, wenn man die wichtigsten Tipps nicht kennt. Mit etwas Planung, Flexibilität und cleveren Tricks lassen sich jedoch Hunderte Euro sparen. In diesem Ratgeber erfahrt ihr die effektivsten Spartipps rund um die Themen Buchungszeit, Reisetage, Flughäfen, Fluggesellschaften und mehr – damit euer nächster Flug nicht nur günstig, sondern auch entspannt verläuft.
Das Wichtigste in Kürze
- Der beste Buchungszeitpunkt liegt oft 7 Wochen vor Abflug.
- Dienstagabend ist häufig der günstigste Buchungstag.
- Flexible Reisedaten bringen deutliche Preisvorteile.
- Newsletter und Error-Fares sichern exklusive Schnäppchen.
- Zusatzkosten wie Gepäck vorher einplanen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Wann ist die beste Zeit, um Flüge zu buchen?
Die besten Preise findet man meist rund sieben Wochen vor Abflug, besonders wenn man Dienstagabend bucht und Stoßzeiten meidet.
Der richtige Zeitpunkt für die Buchung
Der Zeitpunkt ist entscheidend, wenn ihr beim Flug sparen wollt. Wer zu früh oder zu spät bucht, zahlt meist drauf. Viele Experten und Erfahrungswerte zeigen: Rund sieben Wochen vor Abflug sind Tickets am günstigsten. Dabei hängt der perfekte Zeitpunkt auch vom Reiseziel ab. So lohnt sich für Dubai oft eine Buchung 24 Wochen vorab, während Flüge nach New York etwa 19 Wochen vorher am preiswertesten sind.
Auch der Wochentag spielt eine Rolle. Am Wochenende steigen die Preise, da die meisten Menschen dann Zeit zum Buchen haben. Dienstag ab 18 Uhr gilt als besonders günstig, weil viele Airlines ihre neuen Tarife ins System laden.
Zusätzlich beeinflusst der Monat die Preise: Zu Jahresbeginn sind Tickets meist billiger, während Mai und Juni oft die teuersten Monate darstellen. Auch bei Langstreckenflügen empfiehlt sich die Buchung im November oder Dezember.
Für Gruppenreisen lohnt es, frühzeitig zu buchen und die Gruppe gegebenenfalls in mehrere Buchungen zu splitten, um nicht in höhere Tarifklassen zu rutschen. Last-Minute-Angebote gibt es zwar noch, sie sind jedoch selten und meist nur zu Beginn oder Ende der Saison verfügbar.
Der richtige Tag für An- und Abreise
Nicht nur der Buchungstag, auch der Reisetag beeinflusst die Preise. Kurztrips von Freitag bis Sonntag sind deutlich teurer, da die Nachfrage an diesen Tagen hoch ist. Feiertage und Ferienzeiten treiben die Preise zusätzlich in die Höhe. Wer sparen möchte, sollte Reisetage bewusst wählen.
Flüge am Dienstag, Mittwoch oder Samstag sind meist am günstigsten, da die Nachfrage dort geringer ausfällt. Dieses Prinzip folgt dem klassischen Marktmodell: Hohe Nachfrage bedeutet höhere Preise, niedrige Nachfrage ermöglicht günstige Tickets. Auch Flüge zu weniger attraktiven Uhrzeiten, wie sehr früh morgens oder spät abends, können erheblich günstiger sein. Wer zeitlich flexibel ist, hat also einen klaren Vorteil bei der Schnäppchensuche.
Flugsuchmaschinen clever nutzen
Preisvergleich ist das A und O. Flugsuchmaschinen wie Skyscanner bündeln Angebote verschiedener Airlines und Online-Reisebüros, sodass ihr die günstigste Option auf einen Blick seht. Dabei lohnt es sich, auch Business-Class-Angebote zu prüfen. Gerade im Sommer, wenn Geschäftsreisen abnehmen, bieten Airlines oft überraschend günstige Business-Tarife.
Diese beinhalten Extras wie Lounge-Zugang, Aufgabegepäck, Priority Check-in oder bessere Bordverpflegung. Wer mehrere Vergleichsportale nutzt, sollte darauf achten, dieselben Filter anzuwenden – so werden Preisunterschiede besser sichtbar. Achtet auch darauf, ob Gebühren für Gepäck oder Sitzplatzreservierungen bereits im Preis enthalten sind. Flugsuchmaschinen eignen sich nicht nur zur Buchung, sondern auch zur Orientierung, wann ein Preis als günstig einzustufen ist.
Flexibilität bei Reisedaten und Flughäfen
Flexibilität spart bares Geld. In den Hauptreisezeiten wie Sommerferien oder Feiertagen steigen die Preise oft drastisch. Wer dagegen in der Nebensaison fliegt oder unbeliebte Uhrzeiten wählt, zahlt deutlich weniger. Nachtflüge oder Verbindungen mit Zwischenstopp sind häufig günstiger als Direktflüge. Wer zudem umliegende Flughäfen berücksichtigt, erweitert seine Sparmöglichkeiten.
Ein Beispiel: Wien und Bratislava liegen nah beieinander und bieten oft unterschiedliche Preise. Auch Gabelflüge, bei denen Abflug- und Ankunftsflughafen variieren, können günstiger sein. In Österreich lohnt sich außerdem ein Blick auf kleinere Bundesländerflughäfen, die im Sommer gute Anbindungen an Mittelmeerdestinationen bieten. Praktisch ist zudem die Kooperation von Austrian Airlines mit den ÖBB: Schon ab Linz oder Salzburg könnt ihr mit Railjet-Tickets anreisen und seid bei Verspätungen abgesichert.
Die richtige Fluggesellschaft wählen
Ob Billigflieger oder Premium-Airline – die Wahl hängt stark von Fluglänge und Komfortwünschen ab. Für Kurzstrecken bis vier Stunden sind Billig-Airlines wie Ryanair oder Wizz Air oft ausreichend, wenn man Gepäck online dazubucht und den Online-Check-in nutzt.
Bei Langstrecken zahlt es sich jedoch aus, auf renommierte Airlines wie Qatar Airways, Emirates oder Singapore Airlines zu setzen. Diese bieten mehr Komfort, besseres Essen und höheren Service – Faktoren, die bei langen Flügen entscheidend sind. Direktflüge sind zwar teurer, aber deutlich entspannter. Wer sparen möchte, kann auf Sitze mit mehr Beinfreiheit setzen, statt gleich die teure Klasse zu buchen. Letztlich ist die Wahl individuell und hängt von euren Prioritäten ab. Rezensionen anderer Reisender helfen bei der Entscheidung.
Error-Fares, Newsletter und Cookies
Ein echter Geheimtipp sind Error-Fares, also Preisfehler im Buchungssystem. Hierbei werden Flüge versehentlich extrem günstig angezeigt. Solche Angebote halten meist nur kurz und erfordern schnelle Reaktion. Mit Glück lassen sich so mehrere Hundert Euro sparen. Newsletter von Airlines sind ebenfalls lohnenswert, da exklusive Angebote oft zuerst an Abonnenten gehen.
Ein Beispiel: Regelmäßige Newsletter-Abonnenten ergattern Hin- und Rückflüge inklusive Gepäck schon für unter 100 Euro. Wichtig ist zudem, regelmäßig Cookies zu löschen. Wiederholte Suchanfragen können dazu führen, dass euch höhere Preise angezeigt werden. Mit einem frischen Browser oder im Inkognito-Modus vermeidet ihr dieses Problem. Auch das rechtzeitige Zubuchen von Gepäck ist ein Spartipp, da es später am Flughafen oft viel teurer wird.
Fazit
Wer bei der Flugbuchung spart, muss nicht auf Komfort verzichten. Entscheidend sind der richtige Buchungszeitpunkt, flexible Reisedaten, die Wahl der passenden Airline und der clevere Einsatz von Tools wie Flugsuchmaschinen oder Newsletter. Mit etwas Planung lassen sich selbst bei gestiegenen Ticketpreisen attraktive Schnäppchen sichern. Probiert verschiedene Kombinationen aus, vergleicht Preise und bleibt flexibel – so fliegt ihr günstiger ans Ziel.
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