Geheimtipps für deinen Wanderurlaub: Verborgene Pfade in Rheinland-Pfalz

Geheimtipps für deinen Wanderurlaub: Verborgene Pfade in Rheinland-Pfalz

Stille, verwunschene Pfade, keine Menschenmassen, die dir den Weg versperren, keine Selfiesticks, die dir ins Gesicht ragen… Trifft das deine Vorstellung von einer erholsamen Tageswanderung oder einem Wanderurlaub, in dem Abenteuer und Entspannung Hand in Hand gehen? Hier findest du vier (so gut wie) geheime Touren in Rheinland-Pfalz, auf denen dir Fuchs und Hase einen guten Morgen wünschen!

Vor dem Start

Bevor wir dir einige der schönsten und gleichzeitig am wenigstens besuchten Wanderwege in Rheinland-Pfalz vorstellen, möchten wir dir drei Dinge ans Herz legen:

  • Geheime Pfade sind nicht immer deutlich ausgeschildert. Du solltest also eine Wanderkarte und auch etwas Proviant dabeihaben.
  • Es empfiehlt sich, eine „richtige“ Wanderkarte aus Papier mitzunehmen. Wenn es kein Netz gibt (was auf Wald- und Bergwegen allen Versprechungen der Mobilfunkanbieter zum Trotz im Bereich des Möglichen liegt) wird dir Google Maps nicht weiterhelfen.
  • Und schließlich: Trittfestes Schuhwerk ist ein absolutes Muss auf allen Strecken.

HeimatSpur Wasserfall-Erlebnisroute in der Eifel

Vom Wandermagazin 2023 als einer der schönsten Wanderwege in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet – und nach wie vor ein (noch) nicht von den Massen entdecktes Kleinod unter den Naturlebnissen abseits ausgetretener Wanderwege. Lass dich nicht davon täuschen, dass die HeimatSpur Wasserfall-Erlebnisroute im Rahmen eines Tagesausflugs zu schaffen ist: Auf der Tour durch die Vulkaneifel erkundest du eine abenteuerliche Felsenlandschaft, bewegst dich auf verwunschenen Pfaden durchs Unterholz, gelangst zum Klidinger Wasserfall (mit 28 Metern der höchste de Eifel) und zu den prähistorischen Steinzeithöhlen am Fuße der Falkenlay. Zurück nach Bad Bertrich geht es an der Maischquelle vorbei an dem wild wuchernden Buchsbaumbestand des Palmbergs und dem dazu im Kontrast stehenden fein gepflegten Park am Kurfürstlichen Schloss.

Facts und Zahlen

Die HeimatSpur Wasserfall-Erlebnisroute ist eine abenteuerliche Zeitreise, die durch eine urtümliche Vulkanregion, vorbei an Naturdenkmälern, zu Zeugnissen der frühen Menschheitsgeschichte und historischen Monumenten führt. Die anspruchsvolle Wanderung beginnt und endet in Bad Bertrich, erstreckt sich über 13,3 Kilometer und dauert etwa 4,5 Stunden. Dabei werden insgesamt 474 Höhenmeter überwunden.

Traumschleife Masdascher Burgherrenweg im Vorderhunsrück

Wald- und Wiesenwege, ein anspruchsvoller Pfad entlang kleiner Wasserläufe, Relikte von historischen Mühlen, Mauerreste aus der Kelten- und der Römerzeit, die hoch oben auf einem Felsen thronende Burg Balduinseck: Auf dem Masdascher Burgherrenweg genießt du die Einsamkeit und Stille eines weitgehend naturbelassenen Waldes, dessen märchenhafte Atmosphäre durch zum Teil verfallene historische Monumente noch gesteigert wird. Abenteuerlustige wagen auf dem Weg zur einstigen Erzgrube Apollo einen Abstecher zur Überquerung der Hängeseilbrücke Geierlay, einer der längsten ihrer Art in Deutschland. Der Zick-Zack-Pfad zum Hunsrückplateau ist relativ anstrengend, doch dafür lohnt der großartige Panoramblick vom Galgenturm die Mühe. Und schließlich geht’s auf leicht gängigem Weg entlang der Freizeitanlage Hallgarten zurück zum Ausgangspunkt.

Facts und Zahlen

Die Traumschleife Masdascher Burgherrenweg beginnt und endet in Mastershausen. Sie erstreckt sich über 13,9 Kilometer mit 465 Metern Höhenunterschied und dauert etwa 5 Stunden. Stellenweise schwierig zu begehen und mit einigen steilen Anstiegen, zählt die Traumschleife zu den anspruchsvolleren Wanderwegen.

Wispertaunussteig im nordwestlichen Rheingau

Idyllisch und dann wieder wildromantisch, anspruchsvolle Wege, die sich mit erholsamen Teilstücken abwechseln – der Wispertaunussteig beginnt „harmlos“ im verträumten Wispertal und verläuft durch urige Wälder zum Wispersee. Auf einem schmalen Pfad geht es über den Felsenrücken der Naurother Schweiz zu den spektakulären Aussichten, die das Geroldsteiner Tor und das Dickschieder Fenster über das Flusstal eröffnen. Die zweite, etwas schwierigere Etappe führt zum alten Werkerbrunnen, über die Trittsteine im Werkerbach und steil hinauf zum Werkerkopf, bevor dich der Pfad durch dichte Wälder, vorbei an der imposanten Sauerburg zum Naturschutzgebiet Nollig und schließlich hinab in die alte Winstadt Lorch bringt.

Facts und Zahlen

Der Wispertaunussteig erstreckt sich über 44 Kilometer und führt von der Wisperquelle bei Kemel nach Lorch, durch die Kemeler Heide und Obere Mittelrheintal. Die Wanderung dauert insgesamt etwa 15 bis 16 Stunden; du kannst sie in zwei Etappen aufteilen. Die mittelschwere Strecke erfordert eine gute Grundkondition -bergauf sind 1.230 Höhenmeter und bergab 1.695 Höhenmeter sind zu bewältigen.

Josefsblick Rundweg im Rhein-Hunsrück-Kreis

Abwechslungsreich, gut ausgeschildert und mit Bänken zum Verweilen bestückt, über saftige Wiesen an Bienenvölkern vorbei, durch uralten Laubwald mit vielgestaltigen Baumpilzbeständen, entlang lebhafter Bäche und über kleine Brücken, zwischen Felsen hindurch: Dass der Josefsblick Rundweg den Status eines Geheimtipps bewahren konnte, grenzt an ein Wunder. Die Wanderung führt zunächst zum namensgebenden Josefsblick. Hier öffnet sich eine weite Aussicht über die Hügellandschaft des Hunsrück und hinab ins Lützbachtal. Dorthin setzt sich der Weg als schmaler Pfad fort, um zwischen Bach und Wald wieder breiter zu werden und schließlich in den malerischen Felsenweg zum Fohlbach zu münden. Über weichen Waldboden geht es zurück, ein Stück aufwärts in Richtung Ausgangspunkt, das letzte Stück führt dich über geteerte Wege zum Parkplatz.

Facts und Zahlen

Zum Aussichtspunkt Josefsblick, durch das Lützbachtal und am Fohlbach entlang verläuft diese etwa dreistündige mittelschwere Wanderung. Der Rundweg beginnt und endet am Wanderparkplatz Dommershausen. Auf der gut 8,5 Kilometer lange Strecke bewältigst du einen Höhenunterschied von 190 Metern.

Unser Tipp: Wandern außerhalb der Hauptsaison

Du suchst authentische Naturerlebnisse fernab von Menschenmassen oder der Glitzerwelt des Luxustourismus? Dann geh am besten in der Nebensaison auf Tour. Ohne wuselige Menschenmassen lassen sich selbst auf sonst bevölkerten Pfaden Flora und Fauna ungestört erkunden. Und, abgesehen von Weihnachten und Silvester, schon von Oktober bis April meistens kostengünstigere Unterkünfte und Dienstleistungen das Urlaubsbudget.

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